Anschlussverfahren für konventionelle Kraftwerke

Das Verfahren zum Anschluss von konventionellen Kraftwerken wird entsprechend der Kraftwerks-Netzanschlussverordnung vom 26.06.2007 (KraftNAV) abgewickelt.

Auf den folgenden Seiten finden Sie die Darstellung des Verfahrens, die für die Prüfung des Netzanschlussbegehrens erforderlichen Angaben bzw. Unterlagen, Musterverträge sowie die Veröffentlichungen nach KraftNAV.

Der Netzanschlussprozess beinhaltet folgende wesentliche Punkte:

Der Anschlussinteressent beantragt schriftlich den Anschluss einer neuen Erzeugungsanlage. Hierzu ist vom Anschlussinteressenten ein qualifiziertes Netzanschlussbegehren zu stellen, welches die Angaben gemäß Kraftwerks-Netzanschlussverfahren-Unterlagenliste enthalten muss (siehe Download).

Nach Eingang des Antrages mit den erforderlichen Angaben führt der Netzbetreier die notwendige Prüfung für eine Anschlusszusage nach den Vorgaben der KraftNAV durch. Hierfür wird für Standardanfragen eine Prüfungsgebühr in Höhe von 18.000 € erhoben. Die netztechnische Untersuchung wird in der Regel nach drei Monaten abgeschlossen. Sofern die Prüfung positiv abgeschlossen wird, wird eine Anschlusszusage erteilt.

Mit der Anschlusszusage erhält der Anschlussinteressent die Zusage der Reservierung der angefragten Netzanschlussleistung an dem technisch geeigneten Netzanschlusspunkt. Die Anschlusszusage wird wirksam, wenn der Anschlussinteressent die nach KraftNAV festgelegte Reservierungsgebühr (1000 €/MW Netzanschlussleistung) innerhalb eines Monats nach Erteilung der Anschlusszusage zahlt.

Auf Wunsch des Kunden wird parallel zum weiteren Prozess Berechnungen auf Basis kundenspezifischer Last-, Netz- bzw. Einspeiseszenarien zur Bestimmung der Auslastung des Netzes und möglichen Einschränkungen der Übertragungsfähigkeit des Netzes durchgeführt. Somit kann der Anschlussnehmer eigenständig Bewertungen von möglichen Einspeiseeinschränkungen vornehmen.

Falls Sie sich für den Anschluss eines Kraftwerks an das Netz interessieren, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

dea@eon-energie.com

Mit Wirksamwerden der Anschlusszusage wird der weitere Ablauf des Anschlussverfahrens gemäß KraftNAV in Gang gesetzt.
Netzbetreiber und Anschlussnehmer stellen einen Verhandlungsfahrplan auf, in dem Fristen zur Vorbereitung des Inhaltes (techn. Daten) sowie zum Abschluss eines Netzanschlussvertrages vereinbart werden. Die Anlagen des Netzanschlussvertrages werden spezifiziert. 

Der allgemeine Netzanschlussvertrag steht zum Download zur Verfügung. Hinweis: Der allgemeine Netzanschlussvertrag wird um die KraftNaV-spezifischen Vorgaben ergänzt.

Mit Abschluss des Netzanschlussvertrages wird ein Realisierungsfahrplan über Inhalt, zeitliche Abfolge und Verantwortlichkeiten zur Errichtung der Erzeugungsanlage und zur Realisierung des Netzanschlusses vereinbart. Anschließend werden in der Bauphase die Netzanschlussanlagen errichtet.
Parallel unternimmt der Netzbetreiber im Bedarfsfall zur Ertüchtigung des Netzes die Maßnahmen, die notwendig sind, damit die eingespeiste Energie vom Netzanschlusspunkt in das öffentliche Netz abtransportiert werden kann.

Vor Inbetriebnahme der neuen Erzeugungsanlage ist der Netznutzungsvertrag abzuschließen.

Vertrag über Planung bzw. Bau der Netzanschlussleitung
Als zusätzliche Dienstleistung kann der Anschlussinteressent die ggf. notwendige Planung und Herbeiführung der Genehmigungsreife der Kraftwerksanschlussleitung von der Erzeugungsanlage bis zum Netzanschlussanpunkt beauftragen. Hierzu wird ein separater Planungsvertrag (siehe Download) abgeschlossen.
Daran anknüpfend kann der Anschlussinteressent auch den Bau der Kraftwerksanschlussleitung in Auftrag geben. Hierzu wird ein separater Bauvertrag abgeschlossen.

Für den späteren Betrieb der Anschlussleitung werden folgende Dienstleistungen angeboten:

  • Wartung und Instandhaltung
  • Netzführung (Schalten der Anschlussleitung, Messung)