Veröffentlichung von Daten in Anlehnung an § 31 ARegV (Transparenzinformationen)

Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Schleswig-Holstein Netz AG leistet hierzu einen maßgeblichen Beitrag. Die Menge der aufgenommenen regenerativen Energie übersteigt inzwischen nachhaltig den Stromabsatz in unserem Netz.


Als regulierte Unternehmen dürfen Betreiber von Strom- und Gasnetzen jährlich eine definierte Erlösobergrenze vereinnahmen. Die Erlösobergrenze soll die Kosten eines Netzbetreibers unter Berücksichtigung von Inflation und Effizienzvorgaben abdecken. Die Erlösobergrenze beinhaltet als wesentliche Positionen zum einen die originären Kosten des Netzbetriebs (für  Abschreibungen,  Zinsen, Personal, Material, Fremdleistungen etc.). Diese Kosten wurden durch die Regulierungsbehörde festgestellt. Sie werden während der laufenden Regulierungsperiode in der Erlösobergrenze nicht aktualisiert. Es erfolgt eine jährliche Anpassung um die Preissteigerung und die individuelle Effizienzvorgabe. Trotz erheblicher Investitionen in den Ausbau unserer Netze zur Aufnahme erneuerbarer Energien sind unsere originären Kosten seit Jahren relativ stabil. Daneben enthält die Erlösobergrenze die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 ARegV. Hier handelt es sich um vom Netzbetreiber nicht zu beeinflussende Positionen, wie vorgelagerte Netzkosten. Diese werden als durchlaufende Posten jährlich in der Erlösobergrenze aktualisiert. Schließlich beinhaltet die Erlösobergrenze den Erweiterungsfaktor gem. § 10 ARegV, der eine gestiegene Versorgungsaufgabe abbilden soll, sowie das Qualitätselement gem. § 19 f. ARegV zur Berücksichtigung der Netzzuverlässigkeit. Im Fall von Netzzu- oder -abgängen wird die jährliche Erlösobergrenze entsprechend angepasst.


Die von der Bundesnetzagentur ursprünglich genehmigte Erlösobergrenze 2017 der Schleswig-Holstein Netz AG beträgt 360.391.013 Euro (mit Berücksichtigung von Netzübergängen), hierin sind 108.140.093 Euro dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile enthalten. Netzbetreiber sind verpflichtet, ihre genehmigte Erlösobergrenze jährlich anzupassen, um Änderungen u.a. der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten, des Erweiterungsfaktors, des Verbraucherpreisindexes sowie von Zu- oder Abschlägen zum Ausgleich des Regulierungskontos zu berücksichtigen. Die angepasste Erlösobergrenze 2017 der Schleswig-Holstein Netz AG beträgt 594.940.204 Euro. Hierin sind 353.241.815 Euro dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten enthalten. Die Erlösobergrenze berücksichtigt zudem die individuelle Effizienz des Netzbetreibers. Sogenannte ineffiziente Kosten werden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf Null abgeschmolzen. Für die Schleswig-Holstein Netz AG wurde durch die Bundesnetzagentur für die aktuelle Regulierungsperiode ein Effizienzwert von 100 % festgestellt.


Die Erlösobergrenze der Schleswig-Holstein Netz AG ist zunehmend durch die Energiewende geprägt. Signifikante Anteile unserer Erlösobergrenze entfallen inzwischen auf Kosten für vorgelagerte Übertragungsnetze,  auf vermiedene Netzentgelte und Entschädigungszahlungen für Einspeisemanagement. Letzteres sind für uns nicht beeinflussbare Kosten. Vermiedene Netzentgelte werden den in unser Netz einspeisenden Anlagenbetreibern für die vermiedene Nutzung der vorgelagerten Netzebenen gutgeschrieben bzw. für nach dem EEG geförderte Anlagen in den EEG-Topf eingezahlt. Entschädigungszahlungen für Einspeisemanagement werden an Betreiber insbesondere von Erneuerbare Energien-Anlagen gezahlt, deren Einspeiseleistung zeitweise reduziert werden musste.


Die Bundesnetzagentur veröffentlicht gem. § 31 ARegV auf ihrer Homepage Informationen, die Grundlage der Bestimmung der Erlösobergrenze und damit der Netzentgeltbildung der von ihr regulierten Netzbetreiber sind. Siehe hierzu www.bundesnetzagentur.de/netzentgelttransparenz.
 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) sind Netzbetreiber dazu verpflichtet, umfassende Informationen auf Ihrer Internetseite zu veröffentlichen.

Diesen Pflichten kommt die Schleswig-Holstein Netz AG im Folgenden nach.