Mit dem Start der warmen Jahreszeit beginnen viele Hobbygärtner und –handwerker mit den Außenarbeiten auf ihren Grundstücken. Ob ein neuer Fischteich oder eine neue Terrassenanlage – häufig gehören hierzu auch Tiefbauarbeiten. Hierbei kommt es immer wieder vor, dass bei Baggerarbeiten, der Verlegung von Rohren oder beim Einschlagen von Bodenhülsen für Zaunpfähle, Strom- und Gasleitungen beschädigt werden. Dies kann für die Verursacher lebensgefährlich sein und hat für die Netzkunden in den betroffenen Gemeinden Versorgungsunterbrechungen zur Folge.

Auch wenn es nicht zu Beschädigungen von Strom- oder Gasleitungen kommt kann es Probleme geben. Immer wieder werden beim Aufstellen von Schuppen, dem Anbau von Garagen oder dem Anlegen von Teichen Versorgungsleitungen überbaut. Dies ist aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Sind derartige Baumaßnahmen geplant, muss eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber erfolgen. Privatleute sind daher ebenso wie Ingenieurbüros oder Bauunternehmen verpflichtet, sich bei den zuständigen Netzbetreibern über die Lage von Versorgungsleitungen zu informieren. Dies gilt sowohl für Strom- und Gasleitungen, wie auch für Telekommunikations-, Wasser- und Abwasser-leitungen sowie gegebenenfalls Wärmeleitungen.

Bei der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) können für deren Netzgebiete unter leitungsauskunft@sh-netz.com Auszüge des Planwerks mit der genauen Lage von Strom- und Gas-Versorgungsleitungen angefordert werden. SH Netz stellt die Leitungsauskunft kostenlos zur Verfügung.

Sollte bei Tiefbauarbeiten dennoch versehentlich eine Strom- oder Gasleitung beschädigt werden, muss unverzüglich die Störungsannahme von SH Netz unter der Nummer 04106-648 90 90 informiert werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes sind dann schnell vor Ort und kümmern sich um die Absicherung und Behebung des Schadens.