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Netzentgeltmodernisierungsgesetz entlastet Schleswig-Holstein

150 Millionen Euro weniger bei den Netzentgelten

Der Bundesrat hat im Juli 2017 ein Gesetz zur bundesweiten Angleichung der Stromnetzentgelte beschlossen. Profitieren wird dadurch vor allem der Norden: Schleswig-Holsteins Verbraucher können mit einer Entlastung von bis zu 150 Millionen Euro rechnen.

Hochspannungsmast im Rapsfeld
Übertragungsnetze liefern den Strom in den Süden der Republik – für Bau und Instandhaltung fallen Netzentgelte an.

Die Netzentgelte, die für den Betrieb und Ausbau sowie die Stabilisierung der Stromnetze anfallen, sind in den letzten Jahren in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen. Der Grund: Die großen Investitionen zum Anschluss der Erneuerbaren Energie und zum Netzausbau in Schleswig-Holstein wurden nicht bundesweit umgelegt, sondern nur auf bestimmte Regionen bezogen. Die Folge: Bundesländer, die viel zur Energiewende beitragen, mussten deutlich höhere Strompreise zahlen. Bereits seit vielen Jahren hat Schleswig-Holstein Netz immer wieder auf diese Problematik zulasten Schleswig-Holsteins hingewiesen. Jetzt hat die Politik gehandelt.

Das neue Gesetz sieht nun eine deutschlandweite, stufenweise Angleichung der Netzentgelte vor. Diese erfolgt in fünf Schritten, bis die Netzentgelte im Jahr 2023 deutschlandweit gleich sein werden. Zugleich wurde auch die Abschmelzung des Privilegs der vermiedenen Netznutzungsentgelte beschlossen. Bereits ab diesem Jahr wird die Zahlung der vermiedenen Netznutzungsentgelte für volatile Anlagen abgeschafft.

Das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur führt somit zu einer Entlastung im Norden. Experten rechnen damit, dass die Verbraucher in Schleswig-Holstein über die nächsten Jahre um 100 bis 150 Millionen Euro bei den Stromkosten entlastet werden.