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Schuby - Schuby/West

Verbindung von Hoch- und Höchstspannungsnetz

In Schleswig-Holstein wird in windstarken Zeiten deutlich mehr Strom erzeugt als gleichzeitig verbraucht wird. Um diese große Menge an Windstrom zu den Verbrauchern zu bringen, reichen die bislang bestehenden Stromleitungen nicht aus. Neue Leitungen und Umspannwerke sind erforderlich, um das Stromnetz zu verstärken und so mehr Windstrom zu den Verbrauchern zu transportieren.

Zu diesem Zweck wird aktuell in Schuby im Kreis Schleswig-Flensburg das neue Umspannwerk Schuby/West (kurz: UW SHUW) errichtet. Dieses Umspannwerk ist ein wichtiger Knotenpunkt der sogenannten „Mittelachse“ - eine überregionale Transportleitung auf Höchstspannungsebene (380kV), die von Hamburg bis nach Dänemark verläuft. Um den neuen Knotenpunkt Schuby/West des Höchstspannungsnetzes mit dem bestehenden Knotenpunkt des Hochspannungsnetzes (110kV) von Schleswig-Holstein Netz - dem Umspannwerk Schuby - zu verbinden, wird Schleswig-Holstein Netz eine neue Verbindungsleitung zwischen diesen beiden Umspannwerken bauen.

Dieses Bauprojekt ist in drei Abschnitte unterteilt (siehe Grafik):

  • Abschnitt 1 (Länge: rund 1.000 Meter): Auf dem ersten Bauabschnitt wird die bestehende 110-kV-Leitung, die vom alten Umspannwerk Schuby in Richtung Weding verläuft, mit ihren drei Masten standortgleich durch eine leistungsstärkere Leitung ersetzt. Die alte Freileitung bestand aus zwei Stromkreisen mit jeweils drei einzelnen Leiterseilen; zukünftig werden es drei doppelte Leiterseile je Stromkreis sein. Die Masten werden etwa 3 Meter höher ausfallen.
  • Abschnitt 2 (Länge: rund 600 Meter): Auf dem zweiten Bauabschnitt wird parallel zur bestehenden 110-kV-Leitung in Richtung Jübeck eine neue Freileitung mit drei Masten sowie vier Stromkreisen mit zwölf doppelten Leiterseilen entstehen.
  • Abschnitt 3 (Länge: rund 1,9 Kilometer): Der dritte Bauabschnitt stellt die Verbindung zum neuen Umspannwerk Schuby/West dar. Dieser neue Freileitungsabschnitt umfasst fünf Masten sowie ebenfalls vier Stromkreise mit zwölf doppelten Leiterseilen.

Nach rund einem Jahr Planungszeit, zwei Bürgerdialogen und vielen Einzelgesprächen, hat Schleswig-Holstein Netz im Juli 2019 die Antragsunterlagen zur Planfeststellung bei der zuständigen Behörde, dem Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) in Kiel eingereicht.  Die vollständigen Unterlagen liegen vom 07.01.2020 bis zum 06.02.2020 im Amt Arensharde aus, oder sind unter diesem Link online abrufbar.

Noch bis zum 05.03.2020 können alle Bürgerinnen und Bürger eine Einwendung beim AfPE einreichen und sich zu dem Leitungsbauvorhaben äußern. Die Behörde bezieht jede Einwendung in ihre Abwägung für den Genehmigungsbescheid mit ein.  

Auf dieser Seite halten wir Sie stets über den Planungs- und Baufortschritt auf dem Laufenden. Detailliertere Informationen zum aktuellen Planungsfortschritt finden Sie im Infoblatt sowie in den NetzNotizen, die Ihnen nachstehend zum Download zur Verfügung stehen.