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Veröffentlichung von Daten in Anlehnung an § 31 ARegV (Transparenzinformationen)

Als regulierte Unternehmen dürfen Betreiber von Strom- und Gasnetzen jährlich eine definierte Erlösobergrenze vereinnahmen. Die Erlösobergrenze soll die Kosten eines Netzbetreibers unter Berücksichtigung von Inflation und Effizienzvorgaben abdecken. Die Erlösobergrenze beinhaltet als wesentliche Positionen die originären Kosten des Netzbetriebs (für Abschreibungen, Zinsen, Personal, Material, Fremdleistungen etc.). Diese Kosten wurden durch die Regulierungsbehörde festgestellt. Sie werden während der laufenden Regulierungsperiode in der Erlösobergrenze nicht aktualisiert.

Es erfolgt eine jährliche Anpassung um die Preissteigerung und die individuelle Effizienzvorgabe. Unsere originären Kosten sind seit Jahren relativ stabil. Daneben enthält die Erlösobergrenze die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 ARegV. Hier handelt es sich um vom Netzbetreiber nicht zu beeinflussende Positionen, wie vorgelagerte Netzkosten. Diese werden als durchlaufende Posten jährlich in der Erlösobergrenze aktualisiert. Schließlich beinhaltet die Erlösobergrenze den Kapitalkostenaufschlag gem. § 10a ARegV, durch den die Erlösobergrenze jährlich auf Basis der zusätzlich getätigten Investitionen angepasst wird. Im Fall von Netzzu- oder -abgängen wird die jährliche Erlösobergrenze entsprechend angepasst.

Im Jahr 2018 begann die 3. Regulierungsperiode im Gasnetzbetrieb. Die von der Bundesnetzagentur vorläufig genehmigte Erlösobergrenze 2019 der Schleswig-Holstein Netz AG beträgt 144 Mio. Euro, hierin sind 54 Mio. Euro dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile enthalten. Netzbetreiber sind verpflichtet, ihre genehmigte Erlösobergrenze jährlich anzupassen, um Änderungen u.a. der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten, des Kapitalkostenaufschlags, des Verbraucherpreisindexes sowie von Zu- oder Abschlägen zum Ausgleich des Regulierungskontos zu berücksichtigen. Die angepasste Erlösobergrenze 2019 der Schleswig-Holstein Netz AG beträgt 146 Mio. Euro. Hierin sind 50 Mio. Euro dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten enthalten. Die Erlösobergrenze berücksichtigt zudem die individuelle Effizienz des Netzbetreibers. Sogenannte ineffiziente Kosten werden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf Null abgeschmolzen. Die finale Festlegung des netzbetreiberspezifischen Effizienzwertes durch die Bundesnetzagentur ist noch nicht erfolgt.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht gem. § 31 ARegV auf ihrer Homepage Informationen, die Grundlage der Bestimmung der Erlösobergrenze und damit der Netzentgeltbildung der von ihr regulierten Netzbetreiber sind. Siehe hierzu www.bundesnetzagentur.de/netzentgelttransparenz.