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14 Gemeinden im Kreis Pinneberg bekommen Besuch vom Gasspürer

20.04.2018

Schleswig-Holstein Netz sorgt mit Hightech für sichere Erdgasversorgung – ab der kommenden Woche Einsatz in Ellerbek.

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) im Kreis Pinneberg unterwegs. In 14 Städten und Gemeinden überprüfen die Experten aktuell rund 640 Kilometer der unterirdisch verlegten Erdgasleitungen im Kreis Pinneberg.

„Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung im Gasfach und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens“, sagt Marcus Bumann, Leiter des zuständigen Netzcenters in Uetersen. Mit einer am Stab vor sich hergeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist, sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch Straßen und Vorgärten im Kreis Pinneberg. Der PC zeigt die Lage der Versorgungs- und Hausanschlussleitungen, sowohl Hoch-, Mittel- als auch Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden oder der Kanalisation. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen von SH Netz innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um den Schaden sofort zu beheben.

Ab sofort begehen die Spezialisten im Auftrag von SH Netz das Gasnetz im Kreis Pinneberg. „Alle eingesetzten Gasspürer können sich ausweisen und müssen bei dieser Überprüfung nicht in die Häuser“, erläutert Marcus Bumann. „Allerdings müssen sie in die Gärten, um die Hausanschlussleitungen zu überprüfen.“ Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Sicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen –, müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.



In folgenden Orten sind die Gasspürer unterwegs:

 
Bokel
Bokholt-Hanredder
Bönningstedt
Brande-Hömerkirchen
Ellerbek (geplant ab der KW 17)
Groß-Offenseth-Aspern
Hasloh
Holm (überwiegend abgeschlossen)
Kummerfeld (überwiegend abgeschlossen)
Lutzhorn
Osterhorn
Rellingen
Schenefeld
Westerhorn