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Meilenstein der Energiewende in Dithmarschen: SH Netz nimmt neue Hochspannungsleitung in Marne in Betrieb

29.08.2018

600 Megawatt Kapazität für die Aufnahme von Windstrom; rund 13 Millionen Euro Investitionen.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit haben Stefan Mohrdieck, Landrat des Kreises Dithmarschen, und Dr. Jörn Klimant, Vorstand HanseWerk, gestern die neue Hochspannungsleitung in Marne in Betrieb genommen. Die rund neun Kilometer lange Freileitung, die die Umspannwerke Marne und Süderdonn verbindet, dient vor allem dem Transport des in der Region produzierten Windstroms zu den Verbrauchern. Die neue Leitung verfügt mit 600 Megawatt über fünf Mal mehr Leistung als die alte Freileitung. In diesen Meilenstein der Energiewende hat Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), eine Tochtergesellschaft von HanseWerk, rund 13 Millionen Euro investiert.

„Gut ausgebaute innovative Stromnetze sind das Rückgrat für die `Erneuerbaren Energien´ in Schleswig-Holstein, ein bedeutender Standortvorteil und zugleich ein wichtiger Baustein für den Wohlstand unseres Landes und des Kreises Dithmarschen“, sagte Vorstand Dr. Jörn Klimant.

„Aktuell sind im Kreis Dithmarschen rund 2.075 Megawatt installierte Leistung aus Erneuerbaren Energien am Netz. Damit werden allein bei uns im Kreis Dithmarschen rund 25 Prozent der im gesamten Netzgebiet in Schleswig-Holstein produzierten Erneuerbaren Energie ins Netz eingespeist“, ergänzte Landrat Stefan Mohrdieck.

Der Ersatzneubau der Freileitung begann im März 2016. In drei Bauabschnitten wurde die etwa neun Kilometer lange Leitung erneuert. Die Baumaßnahmen umfassten den Rück- und nahezu standortgleichen Neubau von 27 Masten. Während der Bauarbeiten übernahm ein parallel zur eigentlichen Leitung errichtetes Provisorium die Stromversorgung. Die lokalen Akteure wie Eigentümer, Pächter und Anwohner entlang der Trasse wurden durch BauBriefe und Baudialoge fortlaufend über das Geschehen informiert.

Jörg Hommel, Projektleiter Bau von SH Netz, und Steffen Kupke, Projektleiter Planung von SH Netz, veranschaulichten den Gästen mit einigen Beispielen den Umfang des Projekts: Allein einer der neuen Maste wiegt so viel wie etwa 87 Kleinwagen, bereits neun aufeinandergestapelte Maste würden den Eiffelturm überragen und mit einer Gesamtlänge von 124 Kilometern könnten die im Bau verwendeten Leiterseile problemlos Marne mit Flensburg verbinden.