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Neuer Meilenstein für die Energiewende in Norddeutschland

28.10.2019

Eines der leistungsfähigsten Hochspannungskabel Deutschlands nimmt in Sterup den Betrieb auf.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit hat Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) in der vergangenen Woche das neue Hochspannungskabel zwischen Sterup und Süderbrarup offiziell in Betrieb genommen. Die Arbeiten an einer der modernsten und größten Kabelbaustellen in Schleswig-Holstein sind damit beendet.

Das rund elf Kilometer lange Hochspannungserdkabel, eines der leistungsfähigsten und modernsten seiner Art, hat eine Leistung von 340 Megawatt und dient vor allem dem Transport des in der Region produzierten Windstroms zu den Verbrauchern.

Indem es das Umspannwerk Süderbrarup und die bestehende Hochspannungsfreileitung Weding-Ellenberg auf Höhe der Gemeinde Sterup verbindet, ersetzt das 110.000 Volt-Kabel die bisher bestehenden 60.000-Volt Freileitungen zwischen Schuby, Schleswig und Struxdorf sowie zwischen Süderbrarup und Eckernförde. Diese waren vor dem Hintergrund des gesteigerten Ausbaus von Windkraftanlagen in der Region zuletzt an ihre Grenzen gestoßen.

Im Zuge der Verlegung des neuen Hochspannungskabels waren umfangreiche Modernisierungsarbeiten im regionalen Netz durchgeführt worden: Hierzu gehörte die Errichtung einer neuen 110-kV-Schaltanlage in Sterup, der Umbau der Umspannwerke Struxdorf und Süderbrarup, die Verlegung neuer Mittelspannungskabel zwischen den Umspannwerken Schuby und Schleswig und der anschließende Rückbau des UW Schleswig sowie die Erdverkabelung der bestehenden Mittelspannungsfreileitung zwischen Struxdorf und Süderbrarup. Insgesamt hat der Netzbetreiber rund neun Millionen Euro in die Maßnahme investiert.

Mit Ende der Arbeiten werden nun rund 189 Maste und 40 Kilometer der 60.000-Volt-Freileitungen zwischen Schuby, Schleswig und Struxdorf sowie zwischen Süderbrarup und Eckernförde zurückgebaut. Dazu gehört auch der Freileitungsabschnitt über die Schlei von süd-westlich von Ketelsby nach süd-westlich von Sieseby. Das Naturschutzgebiet Schlei wird dadurch deutlich aufgewertet.