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Der „Schnüffler“ im Kreis Steinburg: Gasspürer überprüft 290 Kilometer Gasleitungen

26.02.2021

In 21 Kommunen ist die „Supernase“ für die Versorgungssicherheit im Kreis Steinburg unterwegs.

Im Kreis Steinburg wird jetzt kräftig „geschnüffelt“. Im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz ist der Gasspürer von März bis Oktober 2021 in 21 Kommunen unterwegs. Mit seiner „Supernase“ ist der Fachmann auf der Suche nach möglichen Schäden an einer Gasleitung. Erschnüffeln tut er das Erdgas jedoch nicht selbst – das übernimmt seine Hightech-Sonde, die er schiebend vor sich herführt. Auf seinem Rücken misst das Gasspürgerät das Luftgemisch und schlägt sofort aus, sollte auch nur ein Minimum an Erdgas in der Luft sein. Netzcenter-Leiter Andre Linnenschmidt aus Dägeling erläutert: „Erdgas an sich ist geruchslos. Aus Sicherheitsgründen ist ihm ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es beim Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Unser Gasspür-Experte kann mit der Sonde aber auch kleinste Mengen Erdgas finden, die wir gar nicht riechen könnten.“

Der Gasspürer leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit im Kreis Steinburg. Der Gasspürer kann, wenn sein Gerät ausschlägt, das Leck unter der Erde lokalisieren. Schleswig-Holstein Netz kümmert sich dann um die Beseitigung des Schadens. Rund 290 Kilometer Gasleitungen werden auf diese Weise im Jahr 2021 im Kreis Steinburg überprüft. „Dies ist eine Tätigkeit mit sehr hoher Verantwortung“, weiß Andre Linnenschmidt. „Daher müssen die eingesetzten Fachmänner ihr Zertifikat regelmäßig auffrischen.“

Neben seiner „Supernase“ hat der Gasspürer übrigens auch durchtrainierte Beine – denn er legt die gesamte Strecke zu Fuß zurück. Pro Jahr können über die Kreisgrenzen hinaus bis zu 700 Kilometer pro Gasspür-Experten zusammenkommen. Ein Tablet zeigt ihm die Lage der unterirdischen Leitungen an, die er akribisch abläuft. „Der Fachmann muss auch die Grundstücke betreten, um die Hausanschlussleitungen auf Sicherheit zu überprüfen“, so Andre Linnenschmidt. Die Mitarbeiter können sich entsprechend ausweisen.

Das Gasspüren ist stark wetterabhängig, weshalb sich die Spürer ihre Strecken von Frühling bis Herbst frei einteilen. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden.