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Der „Schnüffler“ ist unterwegs: Gasspürer überprüft mehr als 3.200 Kilometer Gasleitungen

30.03.2021

„Supernase“ im Einsatz für die Versorgungssicherheit in Schleswig-Holstein.

In den Kreisen Nordfriesland, Pinneberg, Plön, Schleswig-Flensburg, Segeberg und Stormarn wird bald kräftig „geschnüffelt“. Diese wichtige Aufgabe für die Versorgungssicherheit übernimmt jedoch kein Hund, sondern ein Fachmann mit einem Hightech-Gerät: Im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz ist der Gasspürer von April bis Oktober unterwegs. Mit seiner „Supernase“ ist er auf der Suche nach eventuellen Lecks an einer unterirdischen Gasleitung. Seine Hightech-Sonde, die er schiebend vor sich herführt, erschnüffelt sogar kleinste Mengen Erdgas. Auf seinem Rücken misst das Gasspürgerät das Luftgemisch und schlägt sofort aus, sollte auch nur ein Minimum an Erdgas in der Luft sein.

Erdgas ist von Natur aus geruchslos. Aus Sicherheitsgründen ist ihm daher ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es beim Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Der Gasspür-Experte von Schleswig-Holstein Netz kann sogar die allerkleinsten Mengen Erdgas finden, die Menschen nicht riechen könnten. Die „Supernase“ kann also Erdgas besser erschnüffeln als jeder Mensch.

Der Gasspürer kann, wenn sein Gerät ausschlägt, das Leck unter der Erde lokalisieren. Schleswig-Holstein Netz kümmert sich um die Beseitigung des Schadens. Mehr als 3.200 Kilometer Gasleitungen werden auf diese Weise im Jahr 2021 in den Kreisen Nordfriesland, Pinneberg, Plön, Schleswig-Flensburg, Segeberg und Stormarn überprüft. Da diese Tätigkeit eine sehr hohe Verantwortung mit sich bringt, müssen die eingesetzten Fachmänner ihr Zertifikat regelmäßig auffrischen.

Neben seiner „Supernase“ hat der Gasspürer übrigens auch durchtrainierte Beine – denn er legt die gesamte Strecke zu Fuß zurück. Ein Tablet zeigt ihm die Lage der unterirdischen Leitungen an, die er akribisch abläuft. Der Fachmann muss auch auf den Grundstücken die Hausanschlussleitungen auf Sicherheit zu überprüfen. Er muss aber nicht die Häuser betreten. Die Mitarbeiter können sich entsprechend ausweisen. Da der Gasspürer alleine auf den Straßen unterwegs ist und er die nötigen Mindestabstände einhält, wird diese wichtige Sicherheitsüberprüfung auch in Zeiten der Corona-Pandemie verlässlich durchgeführt.