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Gasleitung zwischen Elmshorn und Offenau: Drei 300 Meter lange Rohre unter die Erde gezogen

01.06.2021

Technische Herausforderungen durch unebenen Boden und hohen Grundwasserspiegel. Bauprojekt von SH Netz im Zeitplan.

Mit einem Investitionsvolumen von 650.000 Euro verlegt Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) aktuell eine 1.300 Meter lange neue Gasleitung zur Versorgung der Kommunen Bokholdt-Hanredder, Groß Offenseth-Aspern und Teile von Brande-Hörnerkirchen. Vergangene Woche hat das aufwendige Bauprojekt die letzte große Hürde genommen: Das dritte mehr als 300 Meter lange Rohr wurde mit dem innovativen Horizontalbohrspülverfahren unter die Erde gebracht. „Solch lange Leitungen unter die Erde zu bringen, ohne den Boden aufzugraben, ist eine Seltenheit und eine technische Herausforderung“, stellt Projektleiter Torsten Carstensen heraus.

Schleswig-Holstein Netz arbeitet zwischen Elmshorn und Offenau in einem Landschaftsschutzgebiet und führt die Arbeiten daher ohne Eingriffe in die umliegende Landschaft durch. Während für die Verlegung solcher Rohre normalerweise der Boden aufgegraben wird, war hier ein Horizontalbohrspülgerät im Einsatz. Torsten Carstensen: „Innerhalb von drei Wochen haben wir vier Stahlrohrstränge unter die Erde gebracht, drei davon waren sehr lang. Das längste hatte 315 Meter.“ Für jeden Abschnitt gab es zunächst eine Pilotbohrung unter der Erde. Anschließend haben die Technik-Experten den Bohrkanal aufgeweitet und das lange Rohr eingezogen. „Alleine das Einziehen eines Rohres dauert mehr als zwei Stunden“, so Torsten Carstensen.

Erschwert wurde die Bautätigkeit von Schleswig-Holstein Netz durch weiche Böden. Mohr- und Torfschichten waren teilweise schwierig zu durchdringen, und ein sehr hoher Grundwasserspiegel erschwerte die Verlegung. Mit dem Einzug des letzten Rohres hat der Netzbetreiber diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt. Netzcenterleiter Marcus Bumann aus Uetersen sagt: „Wir sind dennoch voll im Zeitplan und werden die neue Gasleitung Mitte Juni in Betrieb nehmen.“