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Schon 650 Ortsnetzstationen verschönert – Graffiti-Künstler arbeiten für Schleswig-Holstein Netz

21.10.2020

In der Kanalgemeinde Sehestedt steht eines der jüngsten Kunstwerke – Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann lobt Aktion des Netzbetreibers.

Hier fließt der Strom – in der Kanalgemeinde Sehestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde trifft das in doppelter Hinsicht zu. Seit einigen Tagen ziert die Ortsnetzstation von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) an der Ecke Bovenauer Straße / Alte Dorfstraße ein farbenfrohes Motiv. Es zeigt den Nord-Ostsee-Kanal, die Kanalfähre und natürlich das Gemeindewappen mit Seerosenblüte und drei kleeblattförmigen Seerosenblättern auf blauem Grund. Das Kunstwerk kommt aus der Spraydose. Im Rahmen des seit 2009 laufenden Projekts „SH Netz Kreativ.Station“ hat der Netzbetreiber bis heute landesweit 650 Ortsnetzstationen zu wahren Hinguckern werden lassen.
 
„Das Motiv trägt zur Aufwertung des Ortsbildes bei“, freut sich der Sehestedter Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann – und spricht seinen Amtskollegen aus den Gemeinden mit bereits gestalteten Bauwerken aus der Seele. „Ich bin davon überzeugt, dass die Graffiti-Kunst von allen Bürgern und Gästen positiv aufgenommen wird.“
Bunt und ansprechend statt grau und öde: Das hat sich SH Netz mit dem Kunstprojekt auf die Fahnen geschrieben. Etwa zwei Anlagen schaffen die auf Fassadenkunst spezialisierten Sprayer der damit beauftragten Unternehmen pro Tag. Dafür muss es allerdings trocken sein und die Luft mindestens fünf Grad Celsius haben. Sonst fliegt die Farbe nicht richtig.
 
„Mit der Verschönerungsaktion möchten wir unsere enge Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen“, erklärt Christian Jacobsen, Kommunalmanager von SH Netz im Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Uns liegt nicht nur die hohe Versorgungssicherheit der angeschlossenen Haushalte am Herzen, sondern auch ein schönes Ortsbild.“ Die regionalen Motive entstehen in Abstimmung mit den Gemeinden.

Schon gewusst?
Ortsnetzstationen sind kompakte, etwa garagengroße Blöcke, die Strom aus dem Mittelspannungsnetz von 10 bis 36 kV auf für den Endverbraucher nutzbare 400 beziehungsweise 230 Volt umwandeln. Optisch unspektakulär fristen die grau-grünen Kästen ihr funktionales Dasein. Die neuen Anstriche verleihen Ortsnetzstationen neben ihrem funktionalen nun auch einen künstlerischen Mehrwert.