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Seilzug per Hubschrauber für Hochspannungsleitung über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rade

04.05.2021

SH Netz und TenneT verstärken Hochspannungsleitungen Audorf-Husum und Audorf-Schuby für die Energiewende. Über das Nadelöhr Nord-Ostsee-Kanal werden Vorseile für 12 Leiterseile und 2 Erdseile per Hubschrauber eingezogen.

Schleswig-Holstein Netz und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT verstärken infolge der in Betrieb befindlichen Höchstspannungsleitung „Mittelachse“ der TenneT derzeit die Hochspannungsleitungen Audorf-Husum und Audorf-Schuby von SH Netz, um noch mehr grünen Strom aus der Region zu den Verbrauchern zu bringen. 

Über das Nadelöhr Nord-Ostsee-Kanal wurden gestern bei Rade Vorseile für 12 Leiterseile und 2 Erdseile per Hubschrauber von Mast zu Mast eingezogen. Insgesamt werden pro Flug auf rund 1.300 Metern Strecke fünf Masten von bis zu 90 Metern Höhe mit den Vorseilen bestückt. Auf den fünf Masten werden jeweils zwei Höhenmonteure der mit dem Bau beauftragten Firma Omexom die Arbeit des Hubschrauber-Teams unterstützen.

„Wir queren mit unserer Hochspannungsleitung nicht nur den Nord-Ostsee-Kanal sondern auch die Borgstedter Enge. Beide Gewässer müssen dafür gesperrt werden. Um die Sperrungen so kurz wie möglich zu gestalten, nutzen wir für den Einzug der Vorseile den Hubschrauber“, sagte Finn Radtke, Projektleiter von SH Netz.

Bei den Vorseilen handelt es sich um leichte Kunststoffseile (300-500 Kilogramm je Spannfeld zwischen zwei Masten (etwa 400 Meter); 1,8 Zentimeter Durchmesser), an die im nächsten Arbeitsschritt die Leiterseile und die Erdseile befestigt werden. Die Leiterseile – auch Phasenseile genannt – bestehen aus Stahl, sind deutlich schwerer (etwa 1.750 Kilogramm je Spannfeld zwischen zwei Masten (etwa 400 Meter); 2 x 3,3 Zentimeter Durchmesser) und werden später per Seilwinde am Boden auf die Masten gezogen. 

Für die Arbeiten mit dem Hubschrauber sperren die Wasserschutzpolizei und das Wasserschifffahrtsamt den Nord-Ostsee-Kanal heute und morgen in Abhängigkeit des Schifffahrtverkehrs. Von Mittwoch bis Freitag wird der Kanal für die Arbeiten mit der Seilwinde voraussichtlich für jeweils drei Mal zwei Stunden für die Schifffahrt gesperrt.

Da die Arbeiten sehr stark vom Wetter abhängig sind, sind kurzfristige Verschiebungen jederzeit möglich.

SH Netz investiert insgesamt rund drei Millionen Euro in die Verstärkung der Hochspannungsleitungen am Nord-Ostsee-Kanal nach den neuesten Standards der Übertragungsfähigkeit. Insgesamt neun neue Masten von SH-Netz auf 2,7 Kilometern Länge werden seit Mitte 2020 errichtet. Die Arbeiten an den Hochspannungsleitungen werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen sein.