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andre herzberg

PV Inselanlage

Hallo.
Ich möchte eine PV Inselanlage ( 2kwp ) errichten. Dabei wird der Gleichstrom der Module in einen PV Header geschickt, der dann Brauchwasser erwärmt. Also im Prinzip ein Tauchsieder auf Gleichstrom Basis. Kann mir jemand sagen, ob diese Anlage ( Bitte Paragraphen ) angemeldet werden muss? Wenn ja, wo und welche Unterlagen werden benötigt. Muss eine EEG Umlage gezahlt werden??
Danke für eine Beantwortung
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9 Kommentare
2017-01-12T10:10:30Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 11:10 Uhr

Hallo Herr Herzberg,

danke für Ihre Anfrage. Leider kann ich Ihnen nicht sofort eine finale Antwort geben. Ich habe Ihr Anliegen an unsere Spezialisten für PV Anlagen weitergeleitet und warte auf Rückmeldung.

Sobald ich diese Rückmeldung habe, werde ich Sie informieren.

Freundliche Grüße

Dajana

2017-01-12T13:29:48Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 14:29 Uhr

Hallo Herr Herzberg,

ich kann Ihnen folgende Antworten zu Ihren Fragen mitteilen:

1. Muss EEG-Umlage gezahlt werden?
Nein! Begründung können Sie nachlesen im EEG 2017 §61 Abs.1 Punkt 2+3

2.Muss die Anlage bei der BNA angemeldet werden?
Nein! Begründung können Sie nachlesen in der Anlagenregisterverordnung § 3 Abs. 1

3. Muss die Anlage bei dem Netzbetreiber angemeldet werden?
Nein! Begründung: Inselbetrieb = kein galvanische Verknüpfung mit dem öffentlichen Netz

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiter helfen.

Freundliche Grüße

Dajana

2017-01-12T14:50:18Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 15:50 Uhr
Hallo.

Erst einmal vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Da ich auch die BNA kontaktiert habe, bin ich etwas irritiert. Die haben mir heute bezüglich der Anmeldung genau das Gegenteil geschrieben.
Wortlaut: PV-Anlagen müssen unabhängig von ihrer Verwendung bei der Bundesnetzagentur im PV-Meldeportal registriert werden.
Die Meldung muss spätestens drei Wochen nach Inbetriebnahme erfolgen.

Das mit der EEG hat die BNA mit auch bestätigt. Bleibt nun die Frage: Anmelden oder nicht. Meine Bedenken sind halt, das ich ggf. eine Ordnungswidrichkeit oder ähnliches begehe. 

Mit freundlichen Grüßen

André
2017-01-13T08:41:51Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 09:41 Uhr

Hallo Herr Herzberg,

unsere PV Spezialisten werden sich mit der BNA in Verbindung setzen und nach der Begründung für diese Aussage fragen.

Ich werde Ihnen die Antwort später liefern.

Von den Kollegen habe ich die Empfehlung bekommen, dass Sie die Anlage anmelden können. So können zumindest keine Nachteile entstehen.

Folgendes steht in der Anlagenregisterverordnung §3 Abs. 1:

(1) Anlagenbetreiber müssen Anlagen, die nach dem 31. Juli 2014 in Betrieb genommen werden oder nach § 39f Absatz 3 Satz 1 oder § 40 Absatz 2 Satz 3 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nach dem 31. Dezember 2016 als neu in Betrieb genommen gelten, nach Maßgabe der Absätze 2 und 3 registrieren lassen. Satz 1 ist auch anzuwenden, wenn für den in der Anlage erzeugten Strom dem Grunde nach kein Anspruch nach § 19 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes besteht. Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die Anlage nicht an ein Netz angeschlossen ist und der in der Anlage erzeugte Strom auch nicht mittels kaufmännisch-bilanzieller Weitergabe in ein Netz angeboten wird oder werden kann.

Freundliche Grüße

Dajana

2017-01-13T13:34:04Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 14:34 Uhr

Hallo.

Nochmals Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Der Gesetzgeber hätte für Kleinst oder Kleinanlagen ohne Einspeisung Grundsätzlich eine Freigabe erteilen können. Dies wurde leider versäumt. Insofern würde ich mich freuen, wenn jede noch so kleine Anlage ( und wenn es eine Solargartenleuchte ist 😄 ) bei der BNA melden würde. Vielleicht hilft das beim Umdenken.

Viele Grüße und ein schönes WO

2017-01-13T14:32:20Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 15:32 Uhr

Hallo Herr Herzberg,

ja da gebe ich Ihnen Recht und es würde uns auch sehr helfen

Sobald ich Rückmeldung habe melde ich mich wieder bei Ihnen.

Ihnen auch ein schönes Wochenende

Freundliche Grüße

Dajana

2017-01-26T07:21:09Z
  • Donnerstag, 26.01.2017 um 08:21 Uhr

Hallo Herr Herzberg,

leider hat uns bis heute die BNA keine Rückmeldung gegeben.

Wir haben aber parallel die Meinung unserer Juristen eingeholt,  die aus Sicht des Energiewirtschaftsgesetzes EnWG und des EEGs dem Ihnen eine Registrierung empfehlen.

Begründung:

„Die Verpflichtung zur Anmeldung der Anlagen (insbesondere PV-Anlagen) in das Anlagenregister der BNetzA ergibt sich unmittelbar aus §§111 d -111 f EnWG und EEG. Bereits nach dem EEG 2009 bestand für die PV-Anlagenbetreiber eine Verpflichtung sich im Anlagenregister der BNetzA zu registrieren, §§ 16 Abs. 2 Satz 2, 51 Abs. 3 EEG 2009. Heute ist die Verpflichtung in §§ 6 , 93 EEG 2017 geregelt.

Das Anlagenregister ist vom PV-Meldeportal zu unterscheiden. Wie bereits erwähnt, ist das PV-Meldeportal viel älter. Das Anlagenregister dient wie das PV-Meldeportal der Integration des Stroms aus erneuerbaren Energien in das Elektrizitätsversorgungssystem. Dafür ist es notwendig, dass alle Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien registriert werden, unabhängig davon, ob sie eine Förderung in Anspruch nehmen oder nicht. Im Anlagenregister und im PV-Meldeportal wird die Summe der neu installierten Leistung für jeden Energieträger festgestellt. Daraus kann die Förderhöhe für neue Anlagen ermittelt werden, die nach dem System des "atmenden Deckels" die Förderung bei Zubau oberhalb des Korridors stärker absenkt beziehungsweise bei einem geringen Zubau die Fördersätze weniger stark sinken lässt und gegebenenfalls sogar erhöht Außerdem dient die Erfassung der Anlagen dazu, den Erfolg der Energiewende zu messen: Durch die Erfassung können die Ausbauziele nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die dort festgelegten Korridore für den Zubau von Windenergieanlagen an Land und für Biomasse bestimmt werden. Die so gefundenen Werte verbessern die Datenlage zum Thema Energiewende allgemein und erleichtern Behörden die Erfüllung ihrer nationalen und internationalen Berichtspflichten.

Das primäre Ziel des PV-Meldeportals ist deshalb nicht die Sanktionierung der AB und auch nicht die Frage nach der EEG-Umlage. Alle PV-Anlagen sind zu registrieren. Die Registrierungsverpflichtung wird auch vom Konzern gelebt. Deshalb sind Sie besser beraten, wenn Sie Ihre Inselanlage registrieren.“

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiter helfen.

Freundliche Grüße
Dajana

2017-09-10T18:26:46Z
  • Sonntag, 10.09.2017 um 20:26 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren, die oberen Artikel gelesen haben.
Die beteiligten Personen haben sich viel Mühe gegeben aber leider nichts erreicht, was nicht mal deren Schuld ist.
Das ist leider wieder ein typisches deutsches Beispiel, warum wir dem Untergang geweiht sind.
Bei uns wird nicht einmal genießt, ohne dass jemand einem anschließend ein Formular unter die Nase hält, auch wenn noch keiner weiß, wie es ausgefüllt wird und wer das machen soll. Und wenn das mal jemand vergessen sollte, kommt sofort ein Jurist und sägt an seinem Stuhlbein.
Wann merken wir wohl, dass wir in Paragraphen ertrinken?
Den Vergleich mit der Solargartenleuchte finde ich super. Der beschreibt genau das Problem. In meinen vier Wänden kann ich tun und lassen was ich will solange ich keine andere Person damit einschränke, belästige, verletze und so weiter. Also: falls es nichts mit Waffen und Sprengstoff zu tun hat oder gar nuklear, ist ja wohl einerlei, wie ich mein Wasser warm kriege und wenn ich darin baden sollte um mich abzukühlen. Ich bin noch etwas unschlüssig, ob ich darüber lachen oder weinen soll.
Mich wundert nur, dass ich der erste bin, der einen Kommentar schreibt.
Hochachtungsvoll J. KETELSEN
2017-09-10T18:53:17Z
  • Sonntag, 10.09.2017 um 20:53 Uhr

Hallo. Vielen Dank für die erste Reaktion. Ja, es ist wirklich jammerschade, wie die Paragraphen Flut so manche tolle Idee zunichte macht. In Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz, Spanien usw, ist man viel weiter. Dort sind Kleinstanlagen, wofür auch immer, kein Problem. Das Stromnetz bricht deswegen auch nicht zusammen. Aber was solls. Ich habe die Anlagen registrieren lassen und hoffe das war es dann. Ich glaube eher, das es gar nicht so sehr um den eigentlichen Gedanken der CO2 Reduzierung geht, sondern das verwaltet und versteuert werden kann. Gibt es nichts zu holen, dann versucht man das mit Paragraphen so schwer wie möglich zu machen. Übrigens: Hätte ich die Module auf einen Camping Wagen installiert, egal ob das Ding angemeldet ist oder nicht, hätte ich gar nichts machen müssen. Für Anlagen die auf Rollen stehen, gilt die ganze Sache nicht. Und damit wünsche ich einen schönen Abend. Gruß

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