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110-kV-Freileitung

Redispatch 2.0

Auf den folgenden Seiten finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Redispatch 2.0.

Aktueller Hinweis – Status quo nach Ende der BDEW-Übergangslösung

Für die Einführung des bilanziellen Ausgleichs von Redispatch-Maßnahmen hat der BDEW am 20.09.2021 eine Übergangslösung veröffentlicht. Gemäß der Mitteilung Nr. 8 der Bundesnetzagentur (BNetzA) sollten Netzbetreiber spätestens zum 01.03.2022 mit den operativen Tests mit relevanten nachgelagerten Verteilnetzbetreibern und dem vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) begonnen werden, um den Start des bilanziellen Ausgleichs und der Umsetzung der Zielprozesse von Redispatch 2.0 zum 01.06.2022 sicherzustellen. Über unsere Betriebsbereitschaft und den Start der operativen Redispatch 2.0-Testphase haben wir auch auf unserer Internetseite (siehe „Aktueller Hinweis – Betriebsbereit - Schleswig-Holstein Netz startet operative Redispatch 2.0-Testphase“) berichtet.

Am 03.05.2022 hat die BNetzA die Mitteilung Nr. 9 veröffentlicht, in der das weitere Vorgehen nach dem Ende der Übergangslösung zum 31.05.2022 beschrieben wird. Für die Schleswig-Holstein Netz AG gilt bis auf Weiteres der folgende Status quo: Wir haben die operativen Tests im Sinne der Mitteilung Nr. 8 erfolgreich abgeschlossen. Dieser Sachverhalt hat uns unser Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH bestätigt und eine entsprechende Veröffentlichung auf der Homepage https://www.netztransparenz.de vorgenommen.

Nach Einschätzung der TenneT TSO GmbH bestehen jedoch noch Gründe der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems, die einen Start des bilanziellen Ausgleichs durch die Schleswig-Holstein Netz AG zunächst ausschließen. Sobald diese Gründe nicht mehr bestehen, werden wir gemäß der Mitteilung Nr. 8 der BNetzA mit dem bilanziellen Ausgleich beginnen. Hierzu werden wir mit einem Vorlauf von mindestens vier Wochen die betroffenen Netzbetreiber, Lieferanten, Einsatzverantwortlichen und unmittelbar im Anschluss den BDEW informieren. Bis dahin erfolgt der bilanzielle Ausgleich weiterhin durch die Bilanzkreisverantwortlichen (BKVs).

Aktueller Hinweis – Betriebsbereit - Schleswig-Holstein Netz startet operative Redispatch 2.0-Testphase

Nach zwei Jahren unermüdlicher Entwicklungsarbeit und großen Engagements ist Schleswig-Holstein Netz im vergangenen Oktober mit der vom BDEW veröffentlichten Branchen-Übergangslösung in Redispatch 2.0 gestartet. Diese war erforderlich, um Risiken für die Systemsicherheit zu vermeiden, da zu dem Zeitpunkt ein geordneter Übergang der Bilanzierungsverantwortung von den Lieferanten bzw. deren Bilanzkreisverantwortlichen auf die Netzbetreiber nicht sichergestellt war. Es wurde somit ermöglicht, die operative Durchführung des bilanziellen Ausgleichs für eine Übergangszeit weiterhin beim Bilanzkreisverantwortlichen zu belassen. Jetzt, zum 1. März 2022, pünktlich zu Beginn der dreimonatigen parallelen Testphase, konnte Schleswig-Holstein Netz die Betriebsbereitschaft melden. Darüber haben alle Verteilnetzbetreiber des E.ON Konzerns kürzlich die betroffenen Übertragungsnetzbetreiber, weitere vorgelagerte Netzbetreiber sowie die BNetzA informiert. In der nun begonnenen parallelen Testphase sind unternehmensübergreifende Tests der Prozesse vorgesehen.

Die Betriebsbereitschaft

Die Betriebsbereitschaft eines Netzbetreibers, bedeutet die Fähigkeit Kommunikationsprozesse gemäß der Festlegung „BK6-20-059“ bedienen zu können. Sie ist Voraussetzung für gemeinsame Tests mit vorgelagerten Netzbetreibern, Einsatzverantwortlichen und relevanten nachgelagerten Netzbetreibern in der parallelen Testphase.

Gemeinsame Tests

Obwohl die gemeinsamen Tests mit anderen Marktpartnern erst zum 1. März dieses Jahres vorgesehen sind, testet Schleswig-Holstein Netz bereits seit einiger Zeit die Redispatch-Teilprozesse mit dem vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber. Auch mit ersten nachgelagerten Verteilnetzbetreibern werden schon Tests durchgeführt. Hierbei liegt die Priorität auf denjenigen, die besonders relevant für die Behebung von Engpässen sind. Um die vollständige Prozesskette zu gewährleisten, sind ebenso einzelne Einsatzverantwortliche in die Tests eingebunden.

Währenddessen laufen die operativen Tests sehr gut und es wird mit unverminderter Intensität an der Umsetzung der RD2.0-Zielprozesse zum frühestmöglichen Zeitpunkt gearbeitet. Somit wird Schleswig-Holstein Netz spätestens zum 1. Juni 2022 den bilanziellen Ausgleich übernehmen. Die betroffenen Marktpartner werden mit einem Vorlauf von mindestens vier Wochen über das genaue Datum informiert.

Aktueller Hinweis – Schleswig-Holstein Netz folgt Übergangslösung Redispatch 2.0 zum 1. Oktober 2021

Bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben für den Redispatch ist es bei Anlagen- und Netzbetreibern gleichermaßen zu Verzögerungen gekommen, so dass die Implementierung der Vorgaben noch nicht vollumfänglich bis zum 1. Oktober 2021 abgeschlossen sein wird.

Besonders betroffen ist der bilanzielle Ausgleich zwischen den Prozessbeteiligten. Um daraus resultierenden Risiken zu begegnen, hat der BDEW in Abstimmung mit der BNetzA eine branchenweite Übergangslösung für die Bilanzkreisbewirtschaftung erarbeitet, die einen gesicherten Einstieg in das neue Redispatchregime zum 1. Oktober 2021 ermöglichen soll. Diese Übergangslösung stellt ausdrücklich keine vom Gesetz abweichende Vorgabe dar, sondern nur eine vorweggenommene Verständigung zwischen den Unternehmen über die Ermittlung des bilanziellen Ausgleichs. Die gesetzlichen Anforderungen des Redispatch 2.0 bleiben erhalten.

Diese Übergangslösung für den Redispatch 2.0 werden wir ab dem 1. Oktober 2021 anwenden.

Was ist Redispatch 2.0?

In der Vergangenheit wurden durch Redispatch nur Überlastungen während der Stromübertragung im Höchstspannungsnetz der Übertragungsnetzbetreiber vermieden und somit die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems gewährleistet. 

Seit dem 1. Oktober 2021 gelten nun die Regelungen zum erweiterten Redispatch-Prozess (Redispatch 2.0), die von allen Marktpartnern, wie z. B. Anlagenbetreibern, Direktvermarktern oder Netzbetreibern, umzusetzen sind.

Die Gesetzesänderung stellt auch in den Bereichen Marktprozesse, Kommunikation, Datenbedarfe und -austausch neue Herausforderungen dar. Es sind auch Verteilnetzbetreiber betroffen, die bisher das Einspeisemanagement nicht als Instrument genutzt haben. Zur Vermeidung von Netzengpässen werden alle Erzeugungsanlagen ab 100 Kilowatt (kW) und nachrangig auch alle steuerbaren Erzeugungsanlagen kleiner gleich 100 kW in Redispatch-Maßnahmen einbezogen. Dazu gehören dann neben Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) sowie Speicheranlagen und konventionelle Erzeugungsanlagen. 

Die Schleswig-Holstein Netz hat die Herausforderungen zum Aufbau völlig neuer Prozesse für die Behandlung von Netzengpässen angenommen. Die wichtige Rolle der Verteilnetzbetreiber im Gesamtsystem und im Rahmen der Energiewende wird damit unterstrichen.

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